Leitbild der Katholischen Bildungsstätte St. Bernhard

- Schule für Gesundheits- und Krankenpflege -

 

Leitideen

Jesus Christus lebte und starb für das Heil des Menschen. Wir stehen in seiner Nachfolge, sein Evangelium ist für uns verpflichtend. Von ihm lassen wir uns leiten. Er gibt unserem Leben Sinn und unserer Arbeit Orientierung.

Wir betrachten den Menschen als ein Geschöpf Gottes.

Wir sehen den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist, und wir achten ihn unabhängig von Herkunft, Nationalität, Glauben und sozialer Stellung.

Wir sehen die Einmaligkeit jedes Menschen - und wir sehen zugleich seine Eingebundenheit in soziale Beziehungen, beispielsweise in die Familie, den Freundeskreis oder die Gemeinde.

Pflegeverständnis

„Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert – wenn sie zur Kunst werden soll – eine ebenso ernste Vorbereitung wie das Werk eines Malers oder Bildhauers.“

 (Florence Nightingale)

 

Für uns steht der Patient im Mittelpunkt.

Wir achten seine sozialen und kulturellen Bezüge und seine religiösen Anschauungen. Wir behandeln ihn kompetent und für ihn transparent. Hierbei orientieren wir uns an seinen Bedürfnissen, Möglichkeiten und Grenzen.

In schwierigen und außergewöhnlichen Lebenssituationen stehen wir den Menschen zur Seite.

Unser Verhalten gegenüber dem Patienten ist verbindlich. Wir nehmen ihn ernst und sorgen dafür, dass er sich gut aufgehoben fühlt. Bewusstes Wahrnehmen und Anerkennen seiner Person sind für selbstverständlich.

Wir entwickeln unsere fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse kontinuierlich weiter. Um den Patienten umfassend zu helfen, achten wir nicht nur auf die körperlichen, sondern auch auf die seelischen, geistigen und sozialen Aspekte der Krankheit.

Jeder von uns ist Teil einer Gemeinschaft, die über Grenzen von Berufen, Abteilungen und Hierarchien hinausgeht. Wir zeigen Eigeninitiative und setzen gemeinsame Ziele um. Interesse an anderen Bereichen, Offenheit für andere Standpunkte und Verständnis für notwendige Veränderungen sind selbstverständlich. Mit diesen Eigenschaften tragen wir zur konstruktiven Konfliktlösung bei.

Unser Verständnis von professioneller Pflege gliedert sich in fünf Bereiche:

1.      die Prävention, um gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern und Krankheiten vorzubeugen,

2.      die pflegerische Hilfestellung, um Gesundheit wiederherzustellen,

3.      die Rehabilitation, um trotz möglicher Einschränkung und Behinderung eine höchstmögliche Selbstständigkeit und Lebenszufriedenheit zu schaffen,

4.      die Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und Angehörigen/Bezugspersonen, um Verzweiflung und Krisen zu lindern,

5.      die Achtung im Umgang mit Verstorbenen, um auch im Tod die Würde des Menschen zu wahren.

Bildungsverständnis

Bildung ist ein lebenslanger Prozess, in dem sich Lehrende und Lernende mit beruflichen und gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzen und das Ergebnis konstruktiv in ihren beruflichen Handlungsrahmen einbinden.

In einer modernen, arbeitsteiligen und wertepluralen Gesellschaft bedarf die Pflegeausbildung der Orientierung an vernetzten Denkansätzen, interdisziplinären Strukturen und kooperativen Lehr-/ Lernformen.

Dazu wird die persönliche und fachliche Weiterbildung der Lehrenden und Lernenden kontinuierlich gefördert.

Durch eine ständige Evaluation von Unterricht und Lehrplan und die Integration neuer Erkenntnisse wird Qualität gewährleistet.

Pädagogische Haltung

Der Schüler steht als Persönlichkeit im Zentrum der Arbeit.

Lernprozesse werden so gestaltet, dass die Schülerinnen als aktiv und kritisch Lernende in ihren Kompetenzen gestärkt werden.

Die Erfahrungen und Probleme der Schülerinnen finden im Rahmen der Ausbildung Berücksichtigung.

Die Gestaltung der Lernsituation fördert die Selbstbestimmung, Autonomie und das professionelle Selbstbewusstsein der Schülerinnen.

Grundsätze der Ausbildung

Die Ausbildung berücksichtigt christliche und ethische Grundsätze. Sie fördert die qualitative Entwicklung der Pflege kontinuierlich.

Sie erfolgt auf der Grundlage pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse.

Sie vermittelt berufsbezogene und fachübergreifende Qualifikationen, die die Schüler zur Bewältigung unterschiedlicher, sich wandelnder beruflicher Anforderungen sowie zu deren aktiver Gestaltung befähigen.

Im Zentrum der Ausbildung steht die Lernsituation, die auf den Erwerb von Fähigkeiten, Einstellungen und Strategien im Sinne umfassender beruflicher und persönlicher Kompetenzen abzielt.

Die Ausbildung beinhaltet neben der kurativen, die präventive, rehabilitative und palliative Dimension des Pflegehandelns.

Sie vermittelt Pflege prozessorientiert. Sie beinhaltet Kooperations- und Koordinationskompetenzen.

Der Erfolg der Ausbildung wird durch Maßnahmen zur Qualitätssicherung gestützt.

Zielsetzung der Ausbildung

Die Ausbildung befähigt die SchülerInnen, Menschen unterschiedlichen Alters in verschiedenen Versorgungssystemen sowie in unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen in ihrer Gesundheit zu fördern und bei der Bewältigung krankheits- oder altersbedingter Belastungen zu unterstützen.

Zukünftigen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen werden Schlüsselqualifikationen wie personelle, fachliche, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung, insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermittelt.

Kompetenzen werden gemeinsam festgelegt, die Reflexion von Erfahrungen und Fortschritten wird ermöglicht und gegenseitiges Feedback zur persönlichen Weiterentwicklung gegeben.