Pflegeausbildung - Theorie und Praxis

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es das neue Pflegeberufegesetz, darin ist festgelegt, dass die Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpfege sowie der Altenpflege in einer gemeinsamen Ausbildung bündelt werden, auch als generalistische Ausbildung bezeichnet. Die dreijährige Ausbildung beginnt jeweils am 1. April und 1. September eines Jahres.

Sie umfasst theoretischen und praktischen Unterricht sowie einen praktischen Ausbildungsteil. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erwirbt man die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann", die EU-weit anerkannt ist.

 

Theoretische Ausbildung

Der Unterricht wird im Blocksystem in der Katholischen Bildungsakademie Niederrhein am St. Bernhard-Hospital erteilt. Dabei stehen die folgenden fünf zu erwerbenden Kompetenzen im Fokus:

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren
  • Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten
  • Intra- und Interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systematischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten
  • das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen
  • das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen


Praktische Ausbildung

Der Katholischen Bildungsakademie Niederrhein sind neben dem St. Bernhard-Hospital mehrere Krankenhäuser der Region angeschlossen, in denen die praktische Ausbildung stattfindet. In jedem der Häuser stehen den Auszubildenden Praxisanleiter unterstützend zur Seite.

St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort

St. Clemens-Hospital in Geldern

St. Josef-Krankenhaus in Moers

St. Josef-Hospital in Xanten

St. Elisabeth-Hospital in Meerbusch-Lank


Tätigkeiten

  • Unterstützung der Patienten bei der Körperpflege und Nahrungsaufnahme sowie bei der Mobilisation
  • Kontrolle der Vitalzeichen, Vorbereitung von Medikamenten, Infusionen, Verabreichung von Injektionen
  • Organisation und Begleitung der Visiten
  • Krankenbeobachtung und Pflegeassessment
  • Präventionsmaßnahmen und Beratung von Patienten sowie Angehörigen
  • Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen
  • u. v. m.

Darüber hinaus erfolgt die Ausbildung in weiteren pflegerischen Einrichtungen, z. B. in der Gelderlandklinik (Psychosomatische Rehabilitationsklinik) in Geldern, in den Sozialstationen des Caritasverbandes, im St. Nikolaus-Hospital in Rheinberg und der Klinik Königshof in Krefeld (Psychiatrische Kliniken), in den Hospizen in Rheinberg und Wetten, auf Palliativstationen und Rehabilitationseinrichtungen.