Mittwoch, 28.10.2026

Beratung zu gesunder Ernährung

Ernährungsberaterin des St. Bernhard-Hospitals Kamp-Lintfort gibt Tipps und Beratung zu gesunder Ernährung – insbesondere bei Erkrankungen

Annina Ewert, Ernährungsberaterin im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort, gibt Rat zu gesunder Ernährung – insbesondere bei Erkrankungen. (Foto: St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort)

Kamp-Lintfort. Was sollte ich essen, um mich gesund zu ernähren und was besser weglassen? Wie setze ich gesunde Ernährung im Alltag um? Und worauf kommt es bei bestimmten Erkrankungen an? Bei diesen und weiteren Fragen zum Thema „gesunde Ernährung“ unterstützt Annina Ewert. Die Ernährungsberaterin berät Patientinnen und Patienten im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort und ist auch für Ratsuchende außerhalb des Krankenhauses da. Die studierte Ökotrophologin hat sich insbesondere auf die Ernährung bei Erkrankungen spezialisiert, wie einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, Diabetes oder Ernährungsproblemen nach chirurgischen Eingriffen. Aber auch Menschen mit krankheitsbedingtem Übergewicht und Interessierte ohne Erkrankung können sich an Annina Ewert wenden, um eine individuelle Einschätzung und Empfehlungen zu erhalten.

Individuelle Analyse, Lebensmittel und Alltagsstrategien

Die nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zusatzqualifizierte Beraterin macht sich im persönlichen Erstgespräch zunächst ein umfassendes Bild von der gesundheitlichen Situation und gibt Tipps zum Führen eines Ernährungsprotokolls. Nach gründlicher Analyse erfolgen Beratung und Empfehlungen: Ewert zeigt beispielsweise den Zusammenhang von Ernährung und Beschwerden auf, empfiehlt bekömmliche Lebensmittel und solche, auf die eher verzichtet werden sollte. Zudem erfahren Ratsuchende, wie sie Ess- und Trinkgewohnheiten verändern können. Was der Ernährungsberaterin wichtig ist: „Ich mache keine Vorgaben oder spreche Verbote aus. Es sollte vielmehr darum gehen, bei den gesunden Lebensmitteln zu bleiben, die schmecken und die für Betroffene gut funktionieren.“

Neben den lebensmittelbezogenen Empfehlungen spricht sie auch andere Herausforderungen an, zum Beispiel Heißhungergefühle, Essen in Stresssituationen oder emotionales Essen. Nicht immer lasse sich ein emotionales Thema während der Beratung lösen, sagt sie. Trotzdem sei es wichtig, mögliche Strategien im Alltag zu entwickeln. Das Angebot der Ernährungsberatung beinhaltet eine einstündige Erstberatung, bei der unter anderem eine Anamnese erfolgt und ärztliche Befunde gesichtet werden. Anschließend folgen bis zu vier jeweils halbstündige Beratungstermine, in denen sie unter anderem das Ernährungsprotokoll thematisiert und individuell berät – auf Wunsch auch in Form einer Videosprechstunde.

Kostenübernahme durch Krankenkasse erfragen

Die Kosten für die Beratung sind, je nach Krankenkasse und Notwendigkeit aufgrund einer Erkrankung, komplett oder teilweise erstattungsfähig. Eine entsprechende Nachfrage bei der Krankenkasse empfiehlt sich daher. Bei krankheitsbedingter Ernährungsberatung benötigen Ratsuchende eine vom Haus- oder Facharzt ausgefüllte Notwendigkeitsbescheinigung. Wer sich für das neue Angebot interessiert, kann sich montags, mittwochs und donnerstags telefonisch melden unter der Rufnummer 02842/70-85240 oder per Mail an ernaehrungsberatung(at)st-bernhard-hospital.de.