Mittwoch, 16.09.2026

Mehr Komfort und verbesserte Abläufe

St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort modernisiert weiter seine Notaufnahme: Krankenhaus schafft Wohnzimmeratmosphäre im Wartezimmer und optimierte Abläufe in der Anmeldung

Mehr Komfort und verbesserte Abläufe in der Notaufnahme des St. Bernhard-Hospitals: Darüber freuen sich (v. r. n. l.) der Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin Dr. Oleg Volovitch, die Pflegefachkräfte Süeda Tezcan und Carola Moises sowie die pflegerische Bereichsleitung der Notaufnahme Rebecca Juretzka. (Foto: St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort)

Kamp-Lintfort. Die Modernisierung der Notaufnahme im St. Bernhard-Hopital geht weiter: Nachdem ein neuer, separater Eingang für eine besser strukturierte Patientenzuleitung und ein weiterer Schockraum bessere Voraussetzungen für die Notfallversorgung bieten, ist in den vergangenen Wochen auch ein komplett neu gestalteter Anmelde- und Wartebereich entstanden. Ziel war es, sowohl eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Patientinnen und Patienten als auch eine Optimierung von organisatorischen Abläufen zu schaffen. Damit verbessert das St. Bernhard-Hospital weiter die Rahmenbedingungen für eine moderne und qualitativ hochwertige Notfallversorgung.

Entstanden ist ein Raum mit Wohnzimmeratmosphäre: Gepolsterte Stühle, Grünpflanzen, Akustikpaneele, ein Wasserspender und dezente Duftstoffe schaffen eine freundlichere und ruhigere Umgebung. Auch ein Fernseher, auf dem künftig ruhige Naturfilme gezeigt werden, soll zur Entspannung beitragen. „Warum soll sich ein Wartezimmer wie ein Wartezimmer anfühlen? Wir wollten es anders machen“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin Dr. Oleg Volovitch. Denn gerade Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme seien aufgrund akuter Symptome oft verunsichert und hätten ein besonderes Bedürfnis nach Wohlbefinden, Orientierung, Information und medizinischer Sicherheit. All das soll auch die Neugestaltung des Anmelde- und Wartebereichs vermitteln.

Orientierung bereits bei der Anmeldung

Zur besseren Orientierung für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige wurde auch die Anmeldung in das neue Konzept einbezogen: Leuchtende Hinweisschilder informieren darüber, ob Patientinnen und Patienten eintreten, klingeln oder kurz warten müssen. Auch personell hat das St. Bernhard-Hospital die Notaufnahme verstärkt, um insbesondere zu den Stoßzeiten bei Bedarf bereits erste diagnostische Maßnahmen wie Laboruntersuchungen oder EKG-Untersuchungen einzuleiten. Der Gedanke für die Neugestaltung entstand in einer Arbeitsgruppe, insbesondere Mitarbeitende der Notaufnahme selbst konnten eigene Ideen einbringen. Das Konzept kommt an: „Wir wurden bereits von Angehörigen gefragt, wo es die dekorativen Blumen gibt, die das Wartezimmer schmücken – ein Zeichen dafür, dass die Gestaltung nicht nur auffällt, sondern offenbar auch gefällt“, berichtet Rebecca Juretzka, pflegerische Bereichsleitung der Notaufnahme.

Eines aber kann auch ein neu gestalteter Anmelde- und Wartebereich nicht ändern: In einer Notaufnahme wird es Situationen geben, in denen Menschen warten müssen. „Wir können Wartezeiten nicht verhindern, aber wir können sie angenehmer gestalten“, sagt Juretzka. Denn in einer Notaufnahme gilt: „Wir behandeln alle gleich, aber nicht alle gleichzeitig.“ Dabei gilt das in Notaufnahmen übliche Triage-System. Das bedeutet, dass sich die Reihenfolge der zu behandelnden Patientinnen und Patienten nach der medizinischen Dringlichkeit richtet, nicht nach dem Zeitpunkt der Anmeldung. So kann es sein, dass Patientinnen und Patienten, die sich später in der Notaufnahme angemeldet haben, früher behandelt werden – aufgrund einer womöglich schwerwiegenderen Erkrankung oder Verletzung. Zum besseren Verständnis für diese Regelung weist ein großes Schild im Wartebereich darauf hin. „Wir sind nicht perfekt, aber wir möchten uns immer einen Schritt weiterentwickeln“, sagt Dr. Volovitch. Diese Haltung prägt auch dieses jüngste Projekt der Notaufnahme im St. Bernhard-Hospital.