Mittwoch, 11.02.2026

Bestnoten für die Chirurgie

St. Bernhard-Hospital für hohe Qualitätsstandards in der Behandlung von Dick- und Enddarmerkrankungen sowie für die Hernienchirurgie ausgezeichnet

Doppelte Zertifizierung: Dr. Mark Banysch, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Bernhard-Hospital, und das Klinikteam wurden als Kompetenzzentrum für koloproktologische Chirurgie und Hernienchirurgie zertifiziert. (Foto: St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort)

Kamp-Lintfort. Doppelter Grund zur Freude in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Bernhard-Hospitals Kamp-Lintfort: Das Team um Chefarzt Dr. Mark Banysch wurde erneut von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralmedizin (DGAV) ausgezeichnet. Mit den Rezertifizierungen als Kompetenzzentrum für Koloproktologie und Hernienchirurgie unterstreicht die Klinik ihre hohe Versorgungsqualität sowohl bei Dick- und Enddarmerkrankungen als auch bei Bauchwandbrüchen. Beim umfassenden Doppelaudit prüften Fachexperten der DGAV unter anderem Strukturen, Abläufe, Fallzahlen und spezielle Qualitätsindikatoren, wozu auch besonders anspruchsvolle Operationen zählen. Das erfreuliche Ergebnis: Es sind keine Qualitätsabweichungen festgestellt worden.

Die strenge Prüfung durch die DGAV legte besonderen Wert auf die Verfügbarkeit qualifizierten Personals, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachkliniken sowie die Organisation der Nachsorge und die Patientenzufriedenheit. Das Auditorenteam lobte die hohe medizinische Versorgungsqualität, die fachübergreifende Zusammenarbeit und das harmonische Miteinander im Team. Insbesondere bei komplexen Zweit- oder Dritteingriffen in der Hernienchirurgie, die häufig Verwachsungen und die Wiederherstellung der Bauchdeckenfunktion betreffen, hat die Klinik hervorragende Ergebnisse erzielt.

Bei Hernien handelt es sich um Schwachstellen in der Bauchwand, durch die innere Organe oder Gewebe nach außen treten können. Die häufigste Form sind Leistenbrüche. „Diese entstehen oft durch erhöhten Druck, der wiederum durch Übergewicht oder starkes, kontinuierliches Husten verursacht werden kann“, so Dr. Banysch. Kommt es dann zu einer Einklemmung muss schnell operiert werden. Dass speziell auch in diesem Bereich die Klinik hohe Behandlungsstandards vorhält, bestätigte in diesem Jahr bereits die AOK durch eine „Drei-Bäume-Auszeichnung“ und vergab Bestnoten für die Hernienchirurgie im St. Bernhard-Hospital. Damit rangiert das Krankenhaus unter den besten 10 Prozent bundesweit.

Ein ebenfalls gutes Zeugnis gab es von der DGAV für die Behandlung von koloproktologischen Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Dickdarm- und Enddarmkrebs, Divertikulitis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Analfissuren. „Wir freuen uns sehr über die guten Ergebnisse, weil sie von externen Fachexperten bestätigt worden sind und sie die Arbeit eines großen, eingespielten Teams würdigen“, so Dr. Banysch. Dem Expertenaudit im Rahmen des Zertifizierungsprozesses unterzieht sich die Klinik freiwillig: „Wir machen das aus Überzeugung, denn uns geht es um die bestmögliche Versorgungsqualität. Der externe Blick und die regelmäßige Überprüfung helfen uns dabei, Prozesse immer weiter zu verbessern und höchste Standards über Jahre fest zu etablieren.“

Mit sechs Chirurginnen und Chirurgen sowie den angeschlossenen MVZ-Einrichtungen betreibt das St. Bernhard-Hospital eines der größten koloproktologischen Ambulanz-Netze am gesamten Niederrhein. Wöchentlich werden hier über 150 ambulante Patientinnen und Patienten versorgt.